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Renault Megane RS

Kurven-Monster

Renault setzt ab Mai mit dem R.S. der Megane-Baureihe die Krone auf. Mit seinen 280 PS und 390 Nm vereint der schnelle Franzose Dynamik und Performance in Reinkultur – ohne Wenn und Aber.

Die Aggressivität steht dem Megane R.S. gut zu Gesicht. Und sie verspricht nicht zu viel. Mit Karacho legt sich der Franzose ins Zeug. So stark, dass er in Verbindung mit der Launch-Control mit kurzem Scharren der Vorderräder schon etwas Mühe bekundet, die 280 PS und 390 Nm des neuen 1,8-Liter-Triebwerks schlupffrei in Vortrieb umzuwandeln. 

Danach geht die Post ab, und der Fünftürer stürmt, untermalt von wildem Röhren, in 5,9 Sekunden der 100-km/h-Marke entgegen – vorbehaltlos und ohne zu schwächeln. Der Sound und die fulminante Beschleunigung sind es, die süchtig machen. Schade, dass die feststehenden, vom GT stammenden Schaltwippen des Doppelkupplungsgetriebes nach unten zu kurz sind. So ist der Konflikt mit der Radiofernbedienung hinterm Volant vorprogrammiert. Also, bitte Wippen verlängern oder notfalls die Fernbedienung aus dem R.S. verbannen!

Variable Allradlenkung

Dafür wird man bei zügiger Kurvenfahrt mit bis in den hohen Grenzbereich sicherem Fahrverhalten belohnt. Über alle vier Räder einlenkend zieht der Megane dank serienmässiger Allradlenkung und überarbeiteter ISAS-Vorderradaufhängung wie auf Schienen seine Kreise. Dazu lenken die Hinterräder bis 60 km/h um maximal 2,7 Grad in Gegenrichtung der Vorderräder ein. Bei höheren Geschwindigkeiten lenken sie in dieselbe Richtung wie die Vorderhufe. Im Race-Modus verschiebt sich die Marke entsprechend von 60 auf 100 km/h, was die Kurvenstabilität und -geschwindigkeiten erhöht. 

Straff, aber nicht unkomfortabel

Mit Multi Change Down findet man immer den optimalen Gang beim Herausbeschleunigen am Kurvenausgang. Dazu gilt es, im manuellen Modus in der Bremsphase nur die linke Schaltwippe zu halten, und schon wird wie von Geisterhand die optimale Welle angesteuert.

Dabei bleibt der Franzose stur auf seiner Linie – selbst auf unebenem Geläuf. Gerade punkto Komfort hat Renault auf die Kritik der R.S.-Klientel reagiert. Dazu absorbieren die Dämpfer im Dämpfer  die Aufprallenergie, ohne sie an die Räder weiterzugeben. So ist neben optimalem Bodenkontakt ein sanftes Abrollen gewährleistet. 

Zwei Fahrwerk-Varianten

Wer es dann doch härter haben will, kann optional immer noch auf das kompromissloser abgestimmte Cup-Fahrwerk zurückgreifen, das sich dank strafferer Dämpfer und neuem Torsen-Sperrdifferenzial besonders für den Rennstreckeneinsatz eignet. Gleichzeitig verhilft es dem Burschen zu noch besserer Lenkpräzision. Schön, dass sich nach dem Stint die Telemetriedaten in Echtzeit und -bild auf dem Display der Mittelkonsole abrufen lassen. Das schafft schliesslich fahrerische Verbesserung.

Text: Jörg Petersen

Bilder: Renault

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02 Feb 2018