Mercedes-AMG GT R

Gentleman-Racer

Die GT-Familie von AMG hat mittlerweile schon acht Mitglieder: Nebst Basis-Coupé und -Roadster gibt den S Coupé, den C Coupé und Roadster sowie den heissen R Coupé. Zwei reine Rennfahrzeuge, der GT3 und der GT4, ergänzen die Palette. Wir haben dem R am Bilster Berg auf den Zahn gefühlt.

Der GT R ist die Ableitung aus dem GT4-Sportwagen für Kundensporteinsätze. Dieser wiederum profitiert vom erfolgreichen GT3, der beispielsweise 2016 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring einen Vierfachsieg holte. Unser Exemplar ist folgerichtig in «Green Hell Magno» lackiert.

 

 

Dank neu entwickelten Turboladern und zahllosen weiteren Optimierungen liefert der Vierliter-Biturbo-V8 jetzt 585 PS. Bereits ab 1900 Umdrehungen stehen fette 700 Nm zur Vefügung. Der fünffache DTM-Meister Bernd Schneider fährt vorne weg. Das Brüllen der doppelflutigen Abgasanlage mit Klappen geht durch Mark und Bein, der Schub ist in jeder Lebenslage phänomenal. Nicht mal die Schaltarbeit brauchen wir selber zu machen, wenn man nicht gerade ein Rennen gewinnen will. Die Siebengang-Box arbeitet nämlich perfekt.

Für ambitionierte Sportfahrer und Profis

Mit jeder Runde steigt das Vertrauen in die Technik – und insbesondere in die riesigen Rennbremsen. Bernd Schneider klopft mir beim Aussteigen auf die Schultern: «Der Bilster Berg ist echt heimtückisch, aber Du hast ihn gut gemeistert.» Immerhin! Danke, lieber GT R.

Der R ist der ultimative AMG GT knapp unterhalb der beiden Rennwagen. Dabei bleibt er komfortabel und einfach zu fahren. Das macht ihn einerseits zum perfekten Gentleman-Express, anderseits zum ultraschnellen Sportgerät für höchste Ansprüche. 

Text: Stefan Fritschi

Fotos: Mercedes-Benz

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13 Sep 2017